Wenn vorne mehr gegangen wäre, dann...
Mit dem 8. Platz hat unsere wU14 die Deutsche Meisterschaft (DM) abgeschlossen. Letzten Endes wäre für das von Anja Mülders und Tobias Kardorf trainierte und von Daniela Kirstein betreute Team bei etwas mehr Spielglück auch mehr drin gewesen. Das zeigte sich schon zum Auftakt gegen den westdeutschen Vizemeister Club Raffelberg. Hier lieferte TUSLI ein gutes Spiel ab, konnte jedoch mehrere gute Chancen nicht verwerten. So wurde unter anderem ein Torschuss nach einer Ecke auf der Linie gehalten. Anders Raffelberg. Sie konnten ihre Chancen effizienter nutzen, so dass es am Ende 0:2 aus TUSLI-Sicht stand.
Damit ging im zweiten Spiel gegen den Mannheimer HC, die Nummer 2 aus dem Süden, schon um die Wurst. Zwar gab es Chancenplus für den MHC, aber das Tor fiel für TUSLI. Leider haben sich unsere Mädels kurz vor Schluss noch einen Konter gefangen, der zum 1:1-Endstand führte.
Leider war vor der dritten Partie der Traum vom Halbfinale schon vorbei, da der MHC zuvor hoch gegen Raffelberg gewonnen hatte. Gegen den Nord-Ost-Deutschen Meister Harvestehuder THC hätte es eines Sieges mit fünf Toren bedurft, um noch weiter zu kommen. Stattdessen kam es genau umgekehrt. 0:7 stand am Ende auf der Anzeigetafel. „Das ist doppelt bitter, weil das Ergebnis den Spielverlauf nicht widerspiegelt. Der Sieg für HTHC war schon in Ordnung, wenn auch nicht in dieser Höhe. Sie treffen vorne alles, darunter auch noch drei Traumtore, während wir unsere gut herausgespielten Chancen einfach nicht im Tor unterbringen konnten", sagen Tobi und Anja.
So blieb am Sonntag nur das Spiel um dem 7. Platz gegen Uhlenhorst Mülheim. Unser Team begann die Partie gegen den Feldmeister und Westdeutschen Meister sehr engagiert, scheiterte aber erneut an der Chancenverwertung. Den großen Unterschied hat die Kaltschnäuzigkeit im Kreis ausgemacht. Uhlenhorst ging so mit 4:1 als Sieger vom Platz.
Dennoch ziehen die Coaches ein insgesamt positives des DM-Wochenendes in München. Schließlich war es für ihr Team die erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft, was natürlich mit viel Aufregung und Nervosität bei den Spielerinnen verbunden ist. „Wir haben über weite Strecken konsequent und gut verteidigt, immer wieder Angriffe gestartet mit Dribblings oder gute Pässe in die Tiefe gespielt. Aber vorne müssen wir besser werden und einfach die Buden machen. Zwei Tore in vier Spielen reichen da nicht, dafür ist das Niveau bei einer DM einfach zu hoch."
Insgesamt gesehen war es eine erfolgreiche Saison, in der die Mannschaft mehr als erwartet erreicht hat. „Bei der DM gab zwei enge Spiele. Mit ein bisschen Glück löst man in solch einer Situation das Halbfinale, mit ein bisschen Pech geht es nur ins Spiel um den 7. Platz", so Anja und Tobi.
Die beiden haben erst einmal die letzte DM gemeinsam gecoacht. Anja hört bei bei den Mädchen auf und übernimmt stattdessen die U12-Jungs. Die weibliche U14 trainiert künftig Tobias zusammen mit Olli Holm. Bei den U16 wird Jonas Hildebrandt Trainer. Da in der neuen Saison die Jahrgänge wechseln, werden die Karten neu gemischt. Mal schauen, wohin der sportliche Weg auf dem Feld führt. In diesem Sinne: TUSLI go!
Fotos: TUSLI privat